Eisvogel – und wie du ihn im Flug fotografierst!

Vielleicht hast du ja meinen letzten Fotobericht gelesen, es ging um meinen ersten Eisvogel, den ich vor der Linse hatte. Das ist natürlich ein tolles Erlebnis. Ständig sieht man irgendwelche tollen Fotos dieser niedlichen Kerlchen im Netz und fast neidisch blickt man darauf.

Wie und wo finden die Leute bloß diese Tiere, fragt man sich. “Meinen” Eisvogel hab ich zufällig beim joggen entdeckt. Meine Joggingstrecke verläuft nämlich streckenweise entlang eines kleinen Baches, das bevorzugte Revier eines Eisvogels.

Also schnappte ich kurz darauf meine Kamera und ging genau dort auf die Lauer. Und tatsächlich hatte ich Glück 🙂 ! Beim ersten mal ist man überhaupt froh, dieses extrem schnelle Tier irgendwie im Sitzen zu erwischen, von Flugaufnahmen ganz zu schweigen.

Doch ich wollte natürlich mehr 😉 ! Fast täglich war ich in den letzten Tagen dort, immerin der Hoffnug ein paar tolle Aufnahmen zu ergattern. Fotos, wo der Eisi sitzt hab ich ja mittlerweile einige, was liegt also näher, sich den kleinen Kerl mal im Flug vorzuknöpfen?

Das ist aber alles andere als ein leichtes Unterfangen und man braucht eine gute Portion Geduld und Ausdauer! Ich wusste schon, dass ich unter 1/1000 Sekunde Belichtungszeit gar nicht anzufangen brauche. Die ersten Aufnahmen waren ernüchternd: Allesamt verschwommen, heißt also Belichtungszeit zu lange!

Die nächsten Versuche startete ich mit 1/1200 und 1/1600 Sekunde. Auch zu langsam! Also rauf auf 1/2000 bzw. 1/2500 Sekunde. Und ich traute meinen Augen nicht: Auch das war für den Eisvogel noch immer zu langsam!

Was bleibt also anderes über, als die Belichtungszeit nochmals zu verkürzen? Mittlerweile bin ich bei 1/3200 Sekunde gelandet, da kann man ihn in der Bewegung schon halbwegs “einfrieren”, kürzer wäre mir aber trotzdem lieber.

Bei so kurzen Verschlusszeiten kommt man aber schnell an die Grenzen der Technik. Ich habe kein High-End-Objektiv um zig-tausende Euros, sondern ein Tamron 70-300mm 3,5-5,6 IS mit dem ich zwar sehr zufrieden bin, aber es ist halt nicht so lichtstark.

Bleibt also nur, die Iso hinaufzuschrauben, und hier sind am APS-C-Format natürlich auch die Grenzen bald erreicht. Es empfiehlt sich also sehr, bei gutem Licht, sprich Sonnenschein auf die Jagd zu gehen. Dazu kommt noch, dass man den Vogel im Flug unmöglich verfolgen kann, da er so schnell ist.

Selbst wenn man ihn verfolgen könnte, glaube ich kaum, dass der Autofokus mitkommen würde. Das heißt wiederrum, wenn der Vogel die Schärfeebene, in der ich ihn beim Sitzen fokussiert habe verlässt, werden die Fotos natürlich unscharf.

Und glaube mir, er verlässt sie mit Sicherheit sehr schnell 😉 ! Trotz all dieser Herausforderungen hab ich mich sofort in den Eisi verliebt und werde sooft es geht in sein Revier pilgern, immer auch der Suche nach dem perfekten Eisi-Foto 🙂 !

Hier eine Auwahl meiner besten Eisi-Fotos der letzten Sessions im Flug und auch im Sitzen! Die Einstellungen bei den Flug-Fotos waren also: 1/3200 Sekunde, Blende maximal offen, das heißt also f/5,6 und die Iso hatte ich auf Autmatik und auf 3200 oder 6400 begrenzt, wobei man bei Sonnenschein durchaus auch unter 3200 kommt!

Ausnahme ist das letzte Bild, hier hatte ich Glück und habe ihn mit 1/1000 Sekunde erwischt!

Wenn du mehr über die Kameratechnik und die Bildgestaltung lernen willst, dann besuch doch einen meiner zahlreichen Fotokurse rund um Wien!

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