Wie du auch gegen die Sonne fotografieren kannst…

Du wirst es sicher schon probiert haben und warst mit dem Ergebnis wenig bis gar nicht zufrieden. Entweder war der Großteil des Fotos schwarz oder weiß. Von einer ausgeglichenen Helligkeitsverteilung jedenfalls weit entfernt. Die Rede ist von Gegenlichtfotos.

Warum ist das so? Die Erklärung ist relativ simpel: Jede Kamera, bzw. der eingebaute Sensor ist in der Lage, einen gewissen Kontrastumfang aufzuzeichnen. Wird dieser überschritten, kann die Kamera die Informationen einfach nicht mehr verarbeiten.

Diese Stellen nennt man dann “ausgebrannt” (die weißen Bereiche) oder “abgesoffen” (die schwarzen Bereiche).
An diesen Stellen hat die Bilddatei so gut wie keine Informationen. Deshalb kann man diese Bereiche auch mittels Software nicht mehr reparieren. Wo nichts ist (Bildinformationen), da kann eben auch nichts repariert werden.
Kann das menschliche Auge einen Kontrastumfang von ca. 15 Blendenstufen verarbeiten, so ist bei Kameras so ca. bei 10 Blendenstufen Schluss, vorausgesetzt man fotografiert im RAW-Format.

Bei Jpeg ist es noch weniger da dieses Format bereits komprimiert ist, das heißt es werden viele Bildinformationen “weggeschnitten”. Das ist auch der Grund, warum Jpeg Dateien deutlich kleiner sind als RAW-Dateien.
Doch zurück. Fotografiert man nun zB. eine Landschaftsszene mit relativ wolkigem Himmel und wenig Schatten, wird man mit dem Dynamikumfang von 10 Stufen noch auskommen. Ist es aber wolkenlos und die Sonne knallt herunter und man hat noch einige dunkle Schattenbereiche, dann ist der Bereich überschritten.

Es muss also eine andere Technik her, und zwar die HDR-Technik!

Das Grundprinzip ist einfach: Man macht von einer Szene eine sogenannte Belichtungsreihe aus zB. 3 Fotos mit unterschiedlichen Blendenstufen, eines unter-, eines über- und eines normalbelichtet. Somit hat man einen viel größeren Dynamikbereich fotografiert, nur halt auf 3 Fotos verteilt. Mit entsprechender Software wie zum Beispiel Lightroom 6 werden jetzt aus jedem Bild die “besten” Bildinformationen herausgerechnet und zu einem einzigen Gesamtbild zusammengefügt.

Heutzutage haben bereits viele Kameras und sogar Handys einen HDR-Modus eingebaut, der große Nachtteil liegt aber darin, dass man das Endergebnis kaum beeinflussen kann.
Darum mache ich sämtliche HDR´s auf die gute alte Methode, eben mit Belichtungsreihen.

Das klingt nach viel Aufwand und am Anfang muss man tatsächlich ein wenig herumexperimentieren. Aber es macht einfach viel Spaß und man kann eben Ergebnisse erzielen, die mit einem einzelnen Foto einfach nicht möglich sind.

In meinem Workshop HDR-Basics lernst du übrigens, wie du selbst realistisch wirkende HDR´s erstellen kannst!

Hier siehst du die Belichtungsreihe von ganz dunkel bis ganz hell.
Diese Aufnahme besteht übrigens aus 5 Einzelaufnahmen, das hellste wäre nicht zwingend notwendig gewesen, da es schon im zweithellsten Bild keine ganz dunklen Bereiche mehr gibt!
Die dunkelste Aufnahme ist sehr wohl brauchbar, sie macht es möglich, dass man im Endergebnis noch einzelne Wolkenstrukturen knapp neben der Sonne erkennt! Im nächst helleren Foto sind diese Strukturen bereits verschwunden!
Das dritte Bild ist das normal belichtete. Man erkennt sofort, dass hier der Dynamikbereich weit überschritten wird und die Szene mit einer einzelnen Aufnahme nicht zufriedenstellend fotografiert werden kann!

 

Die Zutaten für dieses Foto:

Die mit * gekennzeichneten Links sind Partnerlinks.

Spiegelung

Ein HDR aus 5 Einzelaufnahmen

Und hier die Original-Belichtungsreihe:
Das mittlere ist das normal belichtete Bild. Der Himmel ist ganz gut dargestellt, der Bereich um die Sonne ist ausgebrannt und ganze untere Bildbereich ist zu dunkel!

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